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Neben den üblichen Fotos, meinen monotonen Berichten und den Gästebucheinträgen, sollte ja doch noch irgendwas ungewöhnlicheres hinterlegt sein. Deswegen die Kategorie "Kurioses". Hier taucht mal ein ungewöhnliches Wort, ein Mann der Woche, ein kuriose Aktion oder dergleichen auf:

5) Der Lokus:
Das Toilettenprozedere wird an meiner Kopenhagener Uni anders als anderweitig bekannt geregelt. Das heißt hier gibts durch die Bank, also ausnahmslos, Unisex Toiletten. Nein, man verfolgt hier nicht die sexuellen Triebe... Unisex heißt, dass es keine Trennung zwischen weiblichen und männlichen WCs gibt. Mann und Frau benutzen dieselben Toilette(n). Pissoirs sind hier nicht der Fall.
Das Ganze is natürlich schon sehr gewöhnungsbedürftig. Da zudem nicht genügend benötigte Lokalitäten vorhanden sind, entstehen ab und an Warteschlangen. So bin ich jedesmal wieder überrascht, schockiert, verlegen und dergleichen, wenn ich den Lokus verlasse und mir ein hübsches Mädel gegenübersteht und gleich hineinstürmt. Soll man jetzt freundlich lächeln, soll man den Kopf möglichst tief halten, soll man nen dummen Spruch rauslassen,...?
Eine höchst unangenehme Situation...

 
4) Geburtstagsbräuche:
Zum 25.Geburtstag wird der Jubilar mit Zimt bestreut.
Wird man 30 und ist nach wie vor nicht verheiratet, wird das Zimt durch Pfeffer ersetzt. Zudem wird vorm Anwesen eine überdimensionale Pfeffermühle mit Namen, Zahl 30 plus dänische Flagge platziert.
Die Kopenhagener bezeichnen dies als Tradition der Großinsel Jylland, weshalb sie mir den Hintergrund leider nicht erklären konnten.



3) Strassenverkehr 1:
Linkskurvenverbot fuer Radfahrer
Im Gegensatz zum beruehmt beruechtigen Linksabbiegeverkehr, scheinen hier fuer Radler die Regeln leicht geaendert worden zu sein. D.h. Eine Linksabbiegekurve wird hier nie gefahren (habe ich zumindest noch nie gesehen). Stattdessen geradeaus ueber Fussgaengerampel oder Zebrastreifen plus eben warten auf Freizeichen fuer die dann folgende linke Querstrasse.
D.h. also dass sich Radfahrer durchweg rechts von den PkWs einordnen und nie wie z.B. in Groningen vor den Autos aufgereiht agieren oder sich links der Fahrzeuge einordnen.

Alles klar, oder?

2) Parken in Dänemark:
Die dänischen Studenten scheinen keinerlei Ahnung zu haben, wie das eigene Parksystem funktioniert. Zumindest hat einer nem deutschen Amigo erzählt, dass er fürs Parken in ihrer anliegenden Nebenstraße (keine Verkehrsbehinderung oder Halteverbot) keinerlei Tickets benötige, was aus unserer Sicht auch logisch klingt. (ich selber hab nen Anwohnerparkschein)

Ergebnis:
Innerhalb von 3 Tagen je 500 Kronen Strafe. (insgesamt ca. 135 Euro!!!)

Randinfo:
Hier gibts eine eigene Firma, die fürs überprüfen der Falschparker zuständig ist. D.h. die Polizei is hier keinerlei involviert. Dementsprechend is das Risiko gesühnt zu werden relativ hoch.

1) Wortkunde:

Prosit (dänisch) = Gesundheit (deutsch)

( Dementsprechend haben Dänen Schwierigkeiten mit kulturell anspruchsvollen Texten wie "Ein Prosit der Gemütlichkeit". Dies ist übrigens kein Diderisches Hirngespinst, sondern stammt aus den Erzählungen meines dänischen Mitbewohners und seinen interkulturellen Schwierigkeiten beim Oktoberfest zu München)